„Laßt Welschland immer viel von Virtuosen sagen,
Die durch die Klingekunst sich dort berühmt gemacht:
Auf deutschem Boden sind sie gleichfalls zu erfragen,
Wo man des Beyfalls sich nicht minder fähig acht’t.
Erblichner Bach! Dir hat allein dein Orgelschalgen
Das edle Vorzugswort des Großen längst gebracht;
Und was für Kunst Dein Kiel aufs Notenblatt getragen,
Das ward mit höchster Lust, auch oft mit Neid betracht’t.
So schlaf! Dein Name bleibt vom Untergange frey:
Die Schüler deiner Zucht, und ihrer Schüler Reih,
Breiten für Dein Haupt des Nachruhms Ehrenkrone;
Auch Deiner Kinder Hand setzt ihren Schmuck daran:
Doch was insonderheit Dich schätzbar machen kann,
Das zeigt uns Berlin in einem würdigen Sohne."
Dieses Sonett widme ich dir, dein Georg Philipp Telemann